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Hitman 3: Waidmanns Heil, Agent 47

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Da ist er wieder und ermordet alles und jeden, solange er einen Auftrag dazu hat: Agent 47. In Hitman 3 erwartet euch genau das, was ihr bisher immer gemacht habt. Nur ein bisschen schöner. Ob euch das gefallen wird, hängt vermutlich davon ab, ob sich bereits Hitman 2 oder ein anderes Spiel des Franchises in euer Herz schleichen konnte. Solltet ihr dem wandelbaren Glatzkopf bereits verfallen sein, erwarten euch im letzten Teil der Trilogie quasi die Flitterwochen. Euer erster Stop: Dubai!

Willkommen bei den Reichen und Schönen

In Hitman 3 begebt ihr euch mit Agent 47 an insgesamt sechs verschiedene Orte (unter anderem Berlin!), die einzelne Kapitel des Spiels darstellen. Jedes einzelne von ihnen ist unglaublich schön und steckt voller Details: Von Reflexionen im Spiegel bis hin zu den vielen Geheimnissen, die es im Herrenhaus zu entdecken gilt. Die Figuren selbst sind keine großen Hingucker, aber ihr geht ihnen ja sowieso meist aus dem Weg.

Die einzelnen Gebiete in einem Kapitel lassen es wie eigene Universen mit zahlreichen Geheimnissen wirken. Sechs Kapitel klingen zunächst nach einem kurzen Spielspaß, doch lasst euch nicht täuschen: Ein Level kann in 15 Minuten erledigt sein, oder auch drei Stunden in Anspruch nehmen. Das kommt ganz darauf an, wie sehr ihr euch treiben lasst. Wollt ihr alles nur ein Mal durchspielen, könnte es sich allerdings auch wie eine Erweiterung anfühlen…

Ziel finden und erledigen

Im ersten Areal findet ihr euch in einem Luxusgebäude in Dubai wieder. Hier residieren die Schönen und Reichen – also auch eure Ziele. Irgendwo zwischen edlem Bankett, Garderobe und Treppenhaus wandeln die Menschen umher, die für den Abschluss der Mission getötet werden müssen. Im Gegensatz zur Aufgabenstellung sind die Lösungswege niemals linear: Verwandlungskünstler Agent 47 kann zahlreiche Gegenstände nehmen, um die Zielpersonen zu erledigen. Ob ihr mit eurer Münze eine Dose kauft und die Leibwache K.O. schlagt, über die Fensterputz-Installation das oberste Stockwerk infiltriert oder im Serverraum die Wachen mit einer Banane umhaut, um ihre Uniform zu klauen: Erlaubt ist, was funktioniert. Ob ihr eure Opfer umbringt oder sie nur für kurze Zeit bewusstlos schlagt, bleibt euch überlassen. Aber bedenkt: Werden sie gefunden, können sie ihren Kameraden berichten und ihr habt einen weiteren Gegner am Hals.

Apropos Opfer: Um zu verhindern, dass euer Verbrechen entdeckt wird, solltet ihr euch um die Entsorgung der Leichen (bzw. Gegner) kümmern. Werft sie das Treppenhaus hinab, versteckt sie in Schränken oder zieht sie wenigstens hinter eine Skulptur, um etwas Zeit zu schinden. Und lasst euch bloß nicht von den Kameras dabei aufzeichnen!

Die vielen verschiedenen Waffen und die wirklich sehr groß ausfallenden Level bieten euch immer wieder neue Möglichkeiten und Ideen. Ihr wollt euch nicht die Hände mit Blut beschmutzen? Dann lasst doch einfach einen Kronleuchter auf eure Ziele fallen oder vergiftet ihr Essen. Zahlreiche Räume und Gegenstände tragen zu einem hohen Wiederspielwert bei. 

Macht langsam!

Hitman ist nicht dafür gemacht, husch husch durchgespielt zu werden. Ihr müsst euch Zeit lassen, es genießen und eins mit dem Agent 47 werden. Nur dann entfaltet sich auch in eurem Kopf das volle Potential des Spiels. Bevor in in eine der Missionen springt, könnt ihr den Startpunkt und Missionsziele festlegen. Wenn ihr hier einige Anpassungen vornehmt, kann sich euer Mord grundlend verändern. Und das, obwohl die KI in einigen Fällen ziemlich dumm und vorhersehbar ist. Ab und an haben sie sich auch mal festgebuggt oder Dinge angesprochen, die gar nicht passiert sind. Das kann Vor- und Nachteile haben. Als das Ziel direkt neben dem Ausgang in Schockstarre verfiel und wir zwei Sekunden nach seinem Mord bereits im Fluchtfahrstuhl standen, war das gar nicht so schlecht. Eine Mission in weniger als 2 Minuten abzuschließen pusht das Ego! Der darauffolgende Durchlauf hat allerdings über eine Stunde gedauert, da wir einfach keine Brechstange finden konnten!

Mord ist unser Hobby

Was soll man zu Hitman 3 groß sagen, außer: Morden macht Spaß! Teil 3 macht eigentlich gar nichts anders als seine Vorgänger, was vielen Hardcore-Spielern gleichermaßen positiv und negativ aufschlagen wird. Schließlich bekommt ihr hier genau das, was ihr erwartet: Einen eiskalten Killer, der in zahlreichen Verkleidungen seine Opfer umlegt und im offenen Kampf eine ziemliche Niete ist. Aber auf Feuergefechte zielt Hitman auch nicht ab: Euer Ziel sollte es immer sein, möglichst unbemerkt zu morden. Und wenn das bedeutet, dass ihr drei Minuten in einem stickigen Schrank oder einer Kiste wartet, bis sich die Lage beruhigt hat, dann ist das eben so. Ungeduld wird selten belohnt.

Morden in VR

Wenn ihr eine PSVR Brille besitzt, könnt ihr noch tiefer in das Abenteuer rund um die Welt mit Agent 47 eintauchen. Hitman 1 und Hitman 2 sind außerdem ebenfalls kompatibel mit der virtuellen Welt. Habt ihr einige coole Items bereits in Hitman 3 freigespielt, dürft ihr die sogar in den Vorgängern verwenden. Praktisch!

Um Hitman 3 in VR zu spielen, solltet ihr zum DualShock-Controller greifen und eure Bewegungen möglichst präzise ausführen: Das lautlose morden funktioniert zwar gut, aber nur an speziellen Punkten, die ihr auslösen müsst. Dabei kann es hin und wieder mal zu ungewollten Handlungen kommen, die uns im normalen TV-Modus nicht passiert sind. Könnt ihr darüber hinwegsehen, erwartet euch die Möglichkeit, einfach mal genauso cool wie Agent 47 zu sein. Den Gegner mit der Klavierseite lautlos umzulegen, ist auch in VR ziemlich befriedigend.

Ihr wollt jetzt endlich selbst Hand anlegen? Kein Problem! Bestellt euch doch einfach die Disc-Version im Store von Square Enix bequem nach Hause oder sichert euch die digitale Version im PlayStation Store.

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