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Demon’s Souls: Gameplay der Extraklasse

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Die Entwickler von From Software stiegen erst mit der hochgelobten Souls-Reihe in die Oberliga auf. Davor gab einige mehr oder weniger erfolgreiche Experimente; der Durchbruch ließ jedoch auf sich warten. Erst als Hidetaka Miyazaki das Kommando übernahm, setzte der spielerische Erfolg ein; der finanzielle sollte etwas später folgen. 

Er schuf mit Demon’s Souls nicht weniger als den Urvater der sogenannten Soulsbourne. Mittlerweile gibt es viele andere Titel, die spielerisch jenen Werken nacheifern, ohne deren Qualität zu erreichen. Doch was macht  Demon’s Souls eigentlich so besonders? 

Spielerische Finesse

Eine mysteriöse Story, tiefgreifende Lore und eine faszinierende Welt – alles schön und gut, wesentlich ist in diesem Genre aber das Gameplay. Und das ist hier grandios. Eine goldene Formel, die mittlerweile nicht mehr wegzudenken ist und sich als Gegenbewegung zu den weichgespülten Casual Games positioniert.

In Demon’s Souls zählt jeder Schwertstreich, das richtige Timing beim Parieren mit dem Schild und natürlich die richtige Taktik, um auch übermächtige Gegner in die Knie zu zwingen. Während Geduld ebenfalls eine wesentliche Rolle in den Kämpfen spielt, ist es essentiell, jedes Kommando blind zu beherrschen. Und dank der akkuraten Ausführung von Befehlen, sind punktgenaue Manöver jederzeit möglich. Wer stirbt, ist fast immer selbst Schuld.

Du bist tot

Apropos Sterben: Das Action-Rollenspiel ist verdammt hart, als Spieler beißt man (zunächst) regelmäßig ins Gras. Schließlich ist hier sogar das gemeine Fußvolk erstaunlich gefährlich. Learning by Dying – ein Konzept, das in diesem Fall sensationell aufgeht. Schließlich funktionieren sämtliche Kampfmechaniken – Schwert und Schild, Zweihänder, Bogen oder Armbrust, Magie etc. – tadellos. Wer dennoch stirbt, hat vermutlich etwas falsch gemacht. Was erst einmal frustrierend klingt, entpuppt sich schnell als genialer Schachzug.

Wer versagt, erhält eine einzige Chance, seine Seelen (Universalwährung für Level-Ups und Einkäufe von Equipment) wiederzuerlangen – sofern man an den Ort des Niedergangs ohne weiteren Tod gelangt. Ansonsten sind die Seelen verloren. Das führt regelmäßig zu taktischen Überlegungen: Lohnt es sich, noch um die nächste Ecke zu spähen oder sollte vielleicht doch besser ein geordneter Rückzug in den Nexus angetreten werden? Das sorgt immer wieder für nervliche Herausforderungen.

Die größten Challenges sind aber mit Sicherheit die Bosse, die an den Enden der Levels auf euch lauern. Dabei muss die Schwachstelle der teils grotesken Biester gefunden werden. Studiert Bewegungsabläufe und Angriffsmanöver, um überhaupt eine Chance zu haben. Und vergesst nicht: Jedes Manöver kostet Ausdauer. Wer keine hat, ist für kurze Zeit schutzlos – ein Albtraum!

Vielfältige Freiheit

Während andere Rollenspiele regelmäßig fest definierte Klassen aufweisen, existieren hier stattdessen veränderbare. So macht es zunächst zwar einen Unterschied, ob ihr etwa den Ritter (starke Rüstung, Langschwert und Schild) oder den Magier (Kurzschwert, Lederschild, zwei Zaubersprüche) auswählt. Doch mit der Zeit kann jeder der 10 ursprünglichen Avatare in alle beliebigen Richtungen geskillt und dementsprechend ausgerüstet werden.

Die größte Freiheit ergibt sich jedoch aus der Architektur der Levels: An erstaunlich vielen Stellen entdecken aufmerksame Spieler sogenannte Shortcuts – Abkürzungen, die bereits erkundete Areale zugänglicher machen und langwierige, oftmals gefährliche Laufwege deutlich reduzieren. Überhaupt lädt das verwunschene Boletaria in seinen verschwenderisch schönen und zugleich düsteren Gebieten zum Erkunden ein. Doch Vorsicht: Nur wer die richtige Balance zwischen Behutsamkeit und Mut zum Risiko findet, kann bestehen. Sie alle, berauscht vom Sieg, werden es lieben.

Demon’s Souls ist exklusiv für PlayStation 5 erhältlich.

Demon’s Souls: Gameplay der Extraklasse

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