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Skully: Als verwandlungsfähiger Schädel rettet ihr ein Inselparadies

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Eigentlich könnte das Leben für den Elementargott Terry so schön sein: Er bewohnt ein traumhaftes Inselparadies und die Macht über die Erde verleiht ihm fantastische Kräfte. Der Frieden wird abrupt gestört, als sich seine drei Geschwister, die Herrscher über Eis, Feuer und Wind, kräftig in die Haare geraten und die Zerstörung der ganzen Welt droht. Alleine schafft es Terry nicht gegen seine Brüder und Schwestern zu bestehen, also holt er sich tatkräftige Unterstützung für die knifflige Aufgabe.

Es versteht sich, dass die Aufgabe der ehrenhaften Weltenrettung natürlich euch zusteht und ihr schlüpft zu Beginn des Spiels in die Rolle eines Schädels. Ja, richtig gelesen: Euer Charakter ist kein Ritter in strahlender Rüstung, sondern erst einmal nur ein Knochenschädel, der eines Tages an den Strand gespült und von Gott Terry zum Leben erweckt wird.

Die Macht des magischen Lehms

In dem Action-Adventure Skully des kanadischen Indie-Studios Finish Line Games ist es jetzt im wahrsten Sinne des Wortes euer Knochenjob, Terry kräftig dabei zu unterstützen seine Geschwister unter Kontrolle zu bekommen. Keine leichte Aufgabe, hapert es als körperloser Totenkopf doch an Fortbewegungsmöglichkeiten. Zwar könnt ihr munter durch die Gegend hüpfen, ein ganzes Stück rollen und sogar Ranken empor klettern, zur Weltenrettung reicht das aber noch nicht.

Glücklicherweise findet ihr auf eurem Weg durch die insgesamt 18 abwechslungsreichen Level immer wieder Pfützen magischen Lehms. Diese dienen als Speicherpunkt und verleihen euch neue Fähigkeiten, die ihr auch dringend braucht, um die im weiteren Verlauf ganz schön knackigen Umgebungspuzzles zu lösen. Ihr könnt euch insgesamt in drei verschiedene Formen verwandeln, die euch immer weiter in die Welt vordringen lassen. Als starker Golem seid ihr dann in der Lage riesige Felsen aus dem Weg zu räumen oder Wände einzureißen, die euch den weiteren Weg blockieren. Als kleiner, aber sehr schneller, Golem sprintet ihr durch gefährliche Passagen, springt deutlich höher und könnt zudem die überall in der Welt schwebenden Felsplattformen horizontal bewegen. Zu guter Letzt verwandelt ihr euch noch in eine besonders bewegliche Golemform, die über die Fähigkeit zu einem Doppelsprung verfügt und Plattformen auch vertikal bewegen kann.

Ihr nehmt immer wieder alle drei Formen an, um die spannenden Rätseleinlagen zu meistern. Zum Beispiel schlagt ihr als kräftiger Skully erst einen Weg durch ein Felsmassiv, ordnet als schneller Skully schwebende Plattformen so an, dass ihr über einen Abgrund oder Wasser springen könnt und meistert die Stelle dann als agiler Skully mit einigen Doppelsprüngen. Das spaßige Spielprinzip geht schnell in Fleisch und Blut über und erinnert stellenweise an die Action-Adventures „Knack“ und „Knack II“.

Kampf gegen die Elemente

Nach einem einsteigertauglichen Start-Level am Strand des vermeintlichen Urlaubsparadieses zieht die Komplexität der Puzzles ordentlich an. Keine Sorge, unfaire Stellen oder unlogische Rätsel gibt es nicht. Ihr seht euer Ziel immer klar vor Augen und den Weg bastelt ihr euch mit der Kombination der Lehmgolem-Fähigkeiten mit ein wenig Aufmerksamkeit schon zusammen. Die Kräfte der Golem-Versionen werden dabei immer mächtiger, desto weiter ihr im Spiel voranschreitet. Erscheint ein Vorsprung noch einfach viel zu weit entfernt, um ihn zu erreichen, könnt ihr später in der starken Form Schädel-Skully einfach hochwerfen. So findet ihr neue Wege, deckt Geheimnisse auf und findet auch noch die letzten gelben Blumen, die ihr auf der ganzen Insel sammelt und zur Belohnung im Menü Conceptarts freischalten. Aber Achtung: Ihr könnt euch zwar jederzeit wieder in einen Schädel verwandeln, eine Golemform bekommt ihr aber nur, wenn ihr einen der magischen Lehm-Tümpel aufsucht.

Neben Sprungpassagen und Umgebungsrätseln bekommt ihr es auch mit unfreundlichen Zeitgenossen zu tun. Tentakel, die plötzlich aus der Erde schnellen, Wasser- oder Feuerwesen, die sich euch in den Weg stellen sind keine allzu große Gefahr, besonders, wenn ihr als Tank-Golem in der stärksten Form ordentlich Hiebe austeilt und auch einstecken könnt. Anders sieht es da schon bei den Bossen aus, die eine spezielle Taktik erfordern, um das nächste Level halbwegs heil zu erreichen. Manchmal müsst ihr aber auch einfach nur fliehen, während ein Endgegner euch dicht auf den Fersen ist. Und das ist gar nicht so leicht, wie es klingt.

Insgesamt 18 Level in sieben verschiedenen Umgebungen, vom dichten Tropenwaldgebiet über reißende Flüsse bis zu einem riesigen Vulkan mit gefährlichen Lava-Strömen, durchquert ihr mit Skully, bis ihr letztlich eine Lösung für den göttlichen Familienzwist findet. Bei den durch die Bank sympathischen und lustigen Charakteren sowie dem spannenden Spielprinzip eine lohnende Reise auf der PS4.

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