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Mit „The Surfer” kommt dynamisches Surfen auf PS3

Andrew West, Development Director, Bungarra Software:


Wir sind Surfer, also war es für uns entscheidend, unseren Sport glaubwürdig darzustellen. Spielgefühl, Tiefgang und Surfer-Lifestyle sollten alle vorhanden sein. Als Indie-Studio lieben wir natürlich die Surfspiele der PS2-Ära – Transworld, Sunny Garcia und Kelly Slater – und wollten dieses Spielgefühl wieder auf die Konsolen bringen.

Surfer

Also haben wir einen Retro-Grafikstil für PS3 entwickelt und uns danach auf die Spieltiefe konzentriert. Wir bauen auf der Vergangenheit auf, wollen aber was das Gamedesign angeht gleichzeitig so innovativ wie möglich sein. Nach jahrelanger Forschung und Entwicklung ist unser einzigartiges PUMP-Steuerungssystem entstanden. Damit nutzt ihr als Spieler die Wellenphysik, um Geschwindigkeit aufzunehmen und Kombos auszuführen.

Tastenhämmern hilft euch nicht weiter; Surfen erfordert auch in unserem Spiel echte Fähigkeiten, die ihr mithilfe dieser Steuerung erlernt. Beim Surfsport geht es darum, die Kraft einer Welle zu nutzen, um in fließender Bewegung zu bleiben und Punkte zu sammeln. Es ist eine Kombination aus der individuellen Stilästhetik eines Surfers und kontrollierter Aggression. Unsere Physik und unser Punktesystem helfen dabei, dies in den Vordergrund zu stellen. Eure Position auf der Welle bestimmt zusammen mit dem Schwung, den ihr nutzt, wie gut ihr euch schlagt.

Eine andere coole Funktion ist die taktile Tasteneingabe: Je länger ihr eine Taste gedrückt haltet, um Bewegungen auszuführen, desto stärker könnt ihr carven. Nach und nach geratet ihr immer mehr in Schräglage, bis ihr schließlich vom Brett fliegt (der Surfer „warnt” davor mit einer Animation). Eine Animation, die euren bevorstehenden (Nah-)Tod anzeigt, ist natürlich nichts Neues. Da ihr aber die Kraft der Wellen nutzen könnt, um eure Geschwindigkeit zu beeinflussen, könnt ihr auf der Welle auch – ähnlich wie mit einem Auto auf der Straße – „powersliden”, um langsamer zu werden.

Surfer

Einer der Kritikpunkte, die uns in der Vergangenheit genannt wurden, war, dass ein physikbasiertes Surfspiel im Vergleich zu Skate- oder Snowboardspielen zu schwierig und nicht für ein paar lockere Runden zwischendurch geeignet sei.

Diese Kritik ist nicht auf taube Ohren gestoßen. Aber wir möchten dazu auch anmerken, dass Skate- und Snowboardspiele von Natur aus einige Vorteile gegenüber Surfspielen haben. Mit einem Skate- oder Snowboard kann man springen, sich vorwärts bewegen und einfache Tricks ausführen. Außerdem kann man die Umgebung mit einbinden.

Surfer

Beim Surfen hingegen gibt es gewisse Einschränkungen: Paddeln, Duck-Dive, den Ozean interpretieren – dazu sind wir gezwungen und wir können uns nur auf die Wellen verlassen, ansonsten hilft uns die Umgebung nicht weiter. Das Coole an der PUMP-Steuerung ist aber, dass die Mechaniken zum Einsatz kommen, die auch beim Snowboarden und Skateboarden entscheidend sind, nämlich Geschwindigkeit und Tricks. Wir wenden sie allerdings auf Wellen an, die sich zufällig an immer neuen Stellen verändern, brechen und Tubes bilden.

Und so hat man auf einmal eine neue Sichtweise darauf, wie sich ein Surfspiel spielen könnte.

Außerdem konzentrieren wir uns auch darauf, wie die Ausrüstung das Gameplay beeinflusst. Mit dem falschen Board und/oder Anzug für die jeweiligen Wellenbedingungen könnt ihr keine optimale Leistung erzielen.

Surfer

Ihr könnt euch ein Board aussuchen, es reparieren, wenn es zerbricht, es mit einem Jetski durch Wellen ziehen, die paddelnd schwer zu bezwingen sind, und aus einer Reihe von Kameraperspektiven jederzeit die beste auswählen (von Third- bis First-Person-Perspektive). Bei uns lebt der traditionelle Splitscreen-Multiplayer weiter; Online-Modi folgen noch.

Nicht-Surfer bemängeln zu Recht einen Mangel an Tiefgang in diesem Genre, aber wir hoffen, dass wir eine gute Antwort auf einige dieser Bedenken gefunden haben. Wenn ihr selbst surft und die oben erwähnten alten Spiele mochtet, könnte euch The Surfer sicher gefallen. Surfen ist unser Leben … und euch erwartet noch einiges.

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