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HALO: A Hero’s Journey – Erfahre im Interview alles zu dem großen Halo-Fanfilm!

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Für Halo-Fans brechen goldene Zeiten an! Nicht nur feiert das kultige Franchise rund um den Master Chief 20-jähriges Jubiläum; auch hat das neue Halo Infinite erfolgreich den Release gefeiert. Ein weiteres Highlight folgt pünktlich zu den Feiertagen: Regisseur Shawn “Bu“ Budorovits hat mit HALO: A Heros’s Journey einen Halo Fan-Film der Extraklasse geschaffen, in dem Du die Geschichte zweier mutiger Spartaner*innen erlebst und lernst, was wahres Heldentum bedeutet.

Natürlich brennen uns jetzt jede Menge Fragen zu Shawns Produktion unter den Fingern! Daher hat das Team von Xbox DACH den Regisseur und seine Kollegen zum Interview geladen und hinter die Kulissen des Fan-Projekts geschaut. Während Shawn als Regisseur, Cutter, Produzent und teilweise auch Drehbuch-Autor an dem Projekt beteiligt war, hat Lukas als Teil des 405th Regiment – einer weltweit aktiven Halo Costume und Prop Maker Community – für die realistischen Rüstungen und Requisiten gesorgt, die in dem aufwendig produzierten Kurzfilm zu sehen sind. Komplettiert wird das Trio durch Kameramann, Action-Regisseur und Stuntman Vi-Dan Tran, der seine Erfahrungen vom Dreh der aktuell in Produktion befindlichen Paramount Halo-Serie optimal einbringen konnte. Erfahre u.a. wie die Jungs das ehrgeizige Filmprojekt mit über 40 Beteiligten in gerade einmal zwei Monaten stemmen konnten, welche Herausforderungen sie bewältigen mussten und weshalb sie sich für eine Multiplayer-Geschichte entschieden haben. 

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Shawn, herzlichen Glückwunsch zu HALO: A Hero’s Journey! Wie in jedem Deiner Projekte kann man die Leidenschaft für tolle Geschichten spüren. Was macht für Dich den Reiz des Filmemachens aus?

Shawn: Boah, gute Frage! Auf jeden Fall liebe ich das Geschichtenerzählen. Und in Filmen kann man das auf so viele unterschiedliche Weisen tun! Jede*r Regisseur*in verfügt über einen anderen Stil und kann auf eine ganz persönliche Art und Weise einen Film erzählen, diese Gestaltungsmöglichkeiten sind fantastisch. So haben Vi-Dan und ich unseren ganz eigenen Stil entwickelt, mit dem wir Action-Sequenzen stimmig inszenieren. Es macht einfach unglaublichen Spaß etwas zu erschaffen, was vielleicht auch ganz weit von der Realität entfernt ist. Und für dieses Ziel kommen so viele Menschen aus den verschiedensten Professionen und Departments zusammen, zeigen Teamgeist und erschaffen mit vereinten Kräften etwas Unglaubliches! Ohne die leidenschaftlichen Mitglieder des 405th Regiment wäre HALO: A Hero’s Journey wohl kaum möglich gewesen. Mit vereinten Kräften können wir den Zuschauer*innen dann eine gute Zeit bereiten und für Spaß, Spannung und vielleicht auch ein paar Tränchen sorgen – das motiviert mich ungemein.

Ausgestattet wurdet Ihr von dem 405th Regiment – einer Gemeinschaft von Halo-Cosplayer*innen und Prop Makern. Welche Vorteile hatte die Zusammenarbeit?

Shawn: Die Zusammenarbeit mit Lukas und dem 405th Regiment war einfach nur geil. Die Qualität der Spartan-Rüstungen und Props sind absolut atemberaubend. Die Community hat uns nicht nur ihre aufwendig hergestellten und teuren Rüstungen –  die allesamt Unikate sind – geliehen sondern die Darsteller*innen auch im Umgang damit geschult. Zusätzlich haben sie uns auch tatkräftig während des Drehs unterstützt – wann immer eine Rüstung oder ein Prop Schaden nahm, waren Lukas und sein Team sofort zur Stelle, um mit Heißkleber und Panzertape in kürzester Zeit Reparaturen durchzuführen.

Aber neben ihren fantastischen Requisiten hat das Regiment auch ihren Halo-Background eingebracht. Ich habe von ihnen noch so viel über das Halo-Universum gelernt und konnte noch viel tiefer in dieses gewaltige Franchise eintauchen. Ich glaube diese Liebe und Leidenschaft kann man auch in dem finalen Film deutlich spüren.

Vi-Dan: Aufgrund meiner Arbeit an der Paramount-Serie, konnte ich unsere Requisiten gut vergleichen. Als ich die Rüstungen des 405th Regiments sah, war ich verblüfft mit wieviel Leidenschaft und Liebe zum Detail die Rüstungen gestaltet wurden. Bei der Studio-Serie kamen extrem professionell hergestellte Suits zum Einsatz – da hat Paramount natürlich ganz andere Möglichkeiten. Mit der Einsatzbereitschaft und der Leidenschaft aller Beteiligten haben wir aber einen Film geschaffen, der sich hinter professionellen Produktionen überhaupt nicht verstecken muss.

Lukas: Für uns war das Projekt ein riesiges Abenteuer und auch eine große Ehre – schließlich sieht man die eigenen Rüstungen fast immer nur auf Fotos. Hier konnten wir all unsere Kostüme und Props mal in Aktion sehen – und das in einem professionell gedrehten Film voller Special Effects, die die Geschichte noch immersiver machen. Dieses Erlebnis aber auch das Endergebnis machen uns einfach unglaublich glücklich!

Ihr drei hattet alle ganz unterschiedliche Verantwortungen: Welche Hürden galt es bei der Umsetzung des Projektes zu überwinden?

Shawn: Eine der größten Herausforderungen war definitiv der Faktor Zeit. Wir hatten an uns selbst den Anspruch gestellt, einen nahezu Hollywood reifen Halo-Film mit umfassenden Action- und Science Fiction-Elementen zu realisieren – in gerade einmal zwei Monaten! Das klingt vielleicht erstmal nach viel Zeit, ist aber tatsächlich ziemlich sportlich gewesen. Wir hatten beispielsweise nur drei Tage Drehzeit und drei Wochen für die gesamte Post-Produktion inklusive Sound, Schnitt und umfassender Visual Effects. Die letzten 30 Stunden des Endspurts waren daher ziemlich aufregend, doch wir konnten letztendlich die meisten unserer Wunschvorstellungen realisieren.

Vi-Dan: Im Vergleich zu einer großen Produktion mussten wir relativ kreativ werden. Bei Studio-Produktionen werden Action-Szenen mit viel Aufwand umgesetzt, Stunts werden mithilfe von Seilen und Kränen inszeniert und man nutzt professionell hergestellte Requisiten, die viel aushalten und den Stuntmen möglichst viel Bewegungsfreiheit bieten. Die Rüstungen bei Shawns Dreh wurden jedoch für weniger Action-lastige Situationen wie Foto-Shootings designt und waren einfach nicht für einen brutalen Einsatz auf dem Schlachtfeld mit Kämpfen, Kriechen, Rollen gemacht. Natürlich wollten wir die Rüstungen des 405th Regiment so wenig wie möglich beschädigen – schließlich sind das alles Herzensprojekte und Leihgaben, die den Dreh so gut wie möglich überleben sollten. Daher sind wir, um die Action möglichst realistisch zu inszenieren, kreativ geworden und haben filmische Tricks wie bestimmte Perspektiven und Schnitttechniken eingesetzt.

Lukas: Wie Vi-Dan schon sagt, kommen unsere Kostüme hauptsächlich auf Events oder Foto-Shootings zum Einsatz – daher sind sie deutlich fragiler als Requisiten von professionellen Filmproduktionen. Besonders herausfordernd waren unsere Reparaturen vor Ort. Wir wussten natürlich, dass der ein oder andere Schaden an den Rüstungen nicht zu vermeiden sein würde, schließlich sollte es auch handfeste Action geben. Aber eine Rüstung, die man in monatelanger Detailarbeit hergestellt hat, in nur zwei Minuten zu reparieren, weil der Stuntman zurück ans Set muss, war eine Herausforderung der besonderen Art. Sagen wir einfach: Heißkleber und Panzertape wurden unsere besten Freunde! *lacht*

Welche Aspekte von Halo waren Dir bei der Umsetzung des Films besonders wichtig?

Shawn: Mir war es wichtig, das Gefühl zu transportieren, das alle Halo-Spieler*innen von ihren eigenen Ingame-Matches im Multiplayer kennen. Ich wollte, dass sich die Action und die Spannung der Spiel-Gefechte auf den Film übertragen und die Zuschauer*innen den Eindruck bekommen, sie wären mittendrin und direkt an der Seite unserer Held*innen.

Gleichzeitig war der dramaturgische Bogen der Geschichte entscheidend: Halo bietet eine ziemlich epische und reichhaltige Handlung, wir wollten aber eine emotionale, persönliche, fesselnde und in sich abgeschlossene Geschichte erzählen, von der sich alle Fans gut vorstellen können, dass sie genau so im Halo-Universum stattfindet. Daher haben wir uns auf die persönliche Geschichte der zwei Kindheitsfreund*innen konzentriert. So konnten wir auch den Figuren hinter den Spartan-Helmen ausreichend Screentime geben, so dass Zuschauer*innen eine Beziehung zu den beiden aufbauen können.

Lukas: Besonders schön ist, dass die beiden Kinder als Protagonist*innen eine würdige und schöne Rückbesinnung auf die erste Generation der Spartans darstellen. Wie Spieler*innen im Laufe der Geschichte erfahren, begann diese erste Generation ihre Ausbildung nämlich ebenfalls in jungen Jahren.

Du willst noch mehr über HALO: A Hero’s Journey erfahren? Dann wirf einen Blick auf das fantastische Making-Of. Oder tauche ein in den kostenlosen Multiplayer und die riesigen Welten von Halo Infinite im Xbox Game Pass! Stürze Dich in spannende Gefechte und beginne Deine ganz persönliche Heldenreise!

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