Ghostwire: Tokyo – Geisterjagd in der faszinierenden Welt der japanischen Mythen und Legenden

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So hat sich Akito seinen Tag bestimmt nicht vorgestellt: Auf der Fahrt zu seiner Schwester Mari, die nach einem Wohnungsbrand schwer verletzt im Krankenhaus liegt, erleidet der junge Mann einen fatalen Unfall. Zur gleichen Zeit legt sich ein unheimlicher Nebel über Tokyo, in dem alle Menschen spurlos verschwinden. Für Akito bedeutet das übersinnliche Ereignis die Rettung in letzter Sekunde, denn der Geist des verstorbenen Ermittlers KK ist genau in diesem Augenblick auf der Suche nach einem Wirt, nistet sich kurzerhand in Akitos Körper ein und rettet ihm so das Leben.

KK eröffnet dem verständlicherweise verwirrten Akito, dass hinter dem Verschwinden der Bevölkerung ein mysteriöser Mann mit einer Hannya-Maske steckt, der das Tor zur Geisterwelt geöffnet hat und die Seelen der Menschen im Herzen Tokyos einsammelt. Mit Hannya hat KK noch eine ganz persönliche Rechnung offen und so macht ihr euch als Geisterjäger-Zweckgemeinschaft auf, dem gruseligen Geschehen ein Ende zu bereiten.

Mythologie trifft Moderne

Die The Evil Within-Entwickler von Tango Gameworks haben für Ghostwire: Tokyo eine faszinierende Spielwelt entworfen, in der ihr mit dem Protagonisten-Duo Akito und KK frei durch die menschenleeren Hochhausschluchten des modernen Tokyo streift und dabei auf Geister und Dämonen der japanischen Mythologie trefft. In Geschäften werdet ihr beispielsweise von Nekomata-Yōkai bedient, zweischwänzige Katzenwesen in goldenen Kimonos, die euch Waren gegen die Spielwährung Meika verkaufen und über den Dächern schweben geierartige Tengu, an denen ihr euch mit eurer Greifhaken-Fähigkeit blitzschnell in höchste Höhen befördert.

Es gibt aber natürlich nicht nur hilfreiche Geister, ihr trefft in den Straßen überall auf die gruseligen Besucher. Dabei handelt es sich um Wesen aus der Geisterwelt, die sich euch in den Weg stellen und direkt zum Angriff übergehen, wenn ihr ihre Aufmerksamkeit weckt. Das Repertoire an gespenstischen Gegnern ist üppig und ihr bekommt es unter anderem mit Regenläufern, Schattenjägern, Schülern des Leids, Klagesängern oder der gefährlichen Kuchisake zu tun, eine weibliche Geistergestalt mit dämonischen Grinsen und überdimensionaler Schere, die kräftig Schaden austeilt.

Auch bei den Gegnern handelt es sich nicht um reine Fiktionen der Entwickler, sondern um auf urbane Legenden basierende Figuren, die über eine meist tragische Hintergrundgeschichte verfügen. So handelt es sich bei den Regeläufern um Menschen, die sich für ihre Arbeit bis zur völligen Erschöpfung verausgabt haben oder die kopflosen Schülerinnen und Schülern des Leids entstehen aus der Angst der jungen Menschen vor dem schulischen Druck und der ungewissen Zukunft. Da kommt bei einigen Feinden schon Mitgefühl auf, wehren müsst ihr euch aber trotzdem.

Ätherisches Weben und mächtige Talismane

Nachdem KK sich mit Akito verschmolzen hat, verfügt euer Geisterjäger wider Willen über mächtige magische Fähigkeiten. Er beherrscht nun das Ätherische Weben und kontrolliert mit Handgesten die Elemente Wind, Wasser und Feuer. Aus den Finger verschießt ihr schnelle Salven, haltet ihr den Trigger länger gedrückt, feuert ihr einen kräftiger Elementangriff in die Richtung der Gegner. Habt ihr einen Geist oft genug getroffen, legt ihr dessen Kern frei, den ihr mit einer eleganten Handbewegung herausreißt. Den Äther, also die „Munition“ für eure Fingerkanone, sammelt ihr von besiegten Feinden auf oder zerschlagt schimmernde Objekte in der Umgebung, um die Reserven aufzufüllen.

Das ist aber noch lange nicht alles, was euch an Magie zur Verfügung steht: Angriffe wehrt ihr mit einem glühenden Schutzschild ab, mit Talismanen lähmt ihr Angreifer für einige Zeit oder lockt sie in eine Falle und mit einem kräftigen Resonanzschlag legt ihr die Kerne einer ganzen Geistergruppe frei. Dazu muss aber eine entsprechende Energieleiste vorher bis zum Anschlag gefüllt sein, sonst wäre es ja auch zu einfach. Neben euren magischen Fähigkeiten erhaltet ihr einen Bogen, mit dem ihr die bösen Geister aus sicherer Entfernung erlegt. Besonders wichtig wird diese Waffe, wenn ihr im Alleingang unterwegs seid. Es gibt Abschnitte, in denen ihr von eurem Geisterjäger-Veteranen KK getrennt werdet und euch ohne Elementarkräfte eine Weile durchschlagen sollt.

Seid lieb zu Tieren

Hunde und Katzen sind anscheinend die einzigen Lebewesen, die dem ansonsten alles verschlingendem Nebel nicht zum Opfer gefallen sind. Geht aber nicht einfach achtlos an den niedlichen Tieren vorbei, sondern zeigt ihnen ein wenig Liebe, in dem ihr sie streichelt. Dank KKs Geisterkräften lest ihr sogar ihre Gedanken und erfahrt, was sie gerade empfinden. Ein Tipp: Deckt euch in den Geschäften unbedingt mit Hundefutter ein, füttert ihr zum Beispiel einen streunenden Shiba-Ibu, wird er euch zum Dank an einen versteckten Ort führen oder buddelt Münzen aus. 

Berührende Geschichten aus der Geisterwelt

Natürlich könnt ihr einfach den Hauptmissionen folgen und euch auf den direkten Weg zum Oberbösewicht Hannya begeben, aber dann verpasst ihr einiges von der riesigen Spielwelt – und die bietet nicht nur atemberaubende Ausblicke für den Fotomodus, sondern jede Menge packende Geschichten aus der Geisterwelt. Habt ihr neue Gebiete von dem tödlichen Nebel befreit, in dem ihr in der Stadt verstreute Tore mit einem magischen Ritual gereinigt habt, stehen euch sehr viele optionale Nebenmissionen zur Verfügung.

Und jeder Geist, der noch in Astralform auf der Welt verweilt, hat dazu einen oftmals tief berührenden Grund. Einmal ist ein Geisterkind auf der Suche nach seiner verschollenen Mutter, ein Geschäftsmann fragt sich, warum seine Mitarbeiter ihn so derart gehasst haben, ein alter Mann vermisst seinen Hund oder ein Geist findet erst Ruhe, wenn er Klopapier von euch bekommt und so einen Toilettengang zu Ende bringt.

Befreit ihr die Unruhegeister, werdet ihr mit reichlich Erfahrungspunkten belohnt und steigt schnell Stufen auf. Dabei erhaltet ihr Fertigkeitspunkte, die ihr in die Freischaltung oder Verbesserung von Fähigkeiten investiert. Das werdet ihr auch gut brauchen, denn je weiter ihr im Spiel fortschreitet, desto knackiger werden die Herausforderungen und spätestens beim ersten Bosskampf werdet ihr es schätzen wissen, eure magischen Angriffe maximiert zu haben. 

Es macht unglaublich viel Spaß, jeden Winkel der Welt von Ghostwire: Tokyo ganz genau zu erkunden und dabei die Wahrzeichen der Stadt, wie das Einkaufsviertel von Utagawa, den beeindruckenden Shiroyama-Schrein oder die berühmte Shibuya-Kreuzung zu entdecken. Geht auf keinen Fall an den authentischen Verkaufsautomaten an fast jeder Straßenecke vorbei, an denen ihr typische Getränke oder Speisen kauf. Die füllen beim Verzehr euren Lebensvorrat auf und steigern die Leiste dabei dauerhaft um ein kleines Stück. Also haltet euch nicht zurück, sondern haut ordentlich rein.

Erfahrt mehr über Ghostwire: Tokyo

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