Diese Gaming-Väter hätten wir uns auch gewünscht

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Jederzeit für die Sorgen und Nöte der Kinder da sein und immer ein gutes Vorbild abgeben: Nicht nur im wirklichen Leben spielen Väter eine wichtige Rolle, auch in Videospielen geht es manchmal einfach nicht ohne Papas Hilfe. Nur, dass es meistens nicht bei Lebensweisheiten und Basteltipps bleibt, sondern das eigene Fleisch und Blut gegen Monster, Zombies und boshafte Götter verteidigt werden muss.

Die kreativen Kollegen von Inside PlayStation stellen euch in dem oben verlinkten Video gleich fünf Papa-Paradebeispiele vor, die einfach alles für ihre Kinder machen würden. Was denkt ihr, haben sich Überväter wie Kratos, Sully oder Joel den Titel Videospiel-„Dad of the Year“ redlich verdient? Verratet es uns in den Kommentaren.

Kratos

Der zornige Spartaner soll ein Vorzeige-Daddy sein? Bei DER Vorgeschichte eine ganz schön gewagte Behauptung, denn Kratos hat im ersten Teil der Erfolgsreihe Frau und Kind mit eigenen Händen um die Ecke gebracht. Allerdings wurde er vom durchtriebenen Kriegsgott Ares mit faulen Versprechungen zu dieser Freveltat getrieben und macht sich den folgenden drei Hauptteilen auf einen beispiellos  unbarmherzigen Rachefeldzug, dem nahezu die gesamten griechischen Götter des Olymp zum Opfer fallen. Nachdem er sich den Namen Götterschlächter redlich verdient hat, gründet Kratos in God of War eine Familie in Midgard und bekommt mit seiner neuen Frau einen Sohn.

Als die Mutter verstirbt, macht sich der nun alleinerziehende Vater mit seinem Sprössling Atreus auf, die Asche der Ehefrau auf dem höchsten Berg in Jötunheim zu verstreuen. Und so beginnt eine lange und gefährliche Reise, in der Vater und Sohn nicht nur gegen die grässlichen Kreaturen der nordischen Mythologie bestehen, sondern auch zueinander finden müssen. Atreus will sich den Respekt seines Vaters im Kampf verdienen, Kratos versucht seinen Jungen, den er die meiste Zeit nur mit einem geknurrten „Boy“ anspricht, nicht so werden zu lassen, wie er selbst. Keiner hat gesagt, dass Vatersein eine einfache Aufgabe ist. Das gilt auch für Halbgötter.

Victor „Sully“ Sullivan

Wenn auch der so langsam in die Jahre gekommene Dieb Victor „Sully“ Sullivan aus der Uncharted-Reihe nicht der leibliche Daddy des charismatischen Schatzjägers Nathan Drake ist: Für seinen Ziehsohn steht er jederzeit als Mentor, bester Kumpel und Vaterfigur an seiner Seite. Gut, der draufgängerische Nathan schlägt die gutgemeinten Ratschläge von Sully meist in den Wind, aber das trübt keineswegs die tiefe Freundschaft und den gegenseitigen Respekt.

In Uncharted 3 – Drake’s Deception wird aufgeklärt, wie es zu der ersten Begegnung kam: Ein jugendlicher Nathan bricht in ein Museum ein, um nach einem Ring seines Vorfahren Francis Drake zu suchen. Allerdings sind hinter dem wertvollen Schmuckstück auch finstere Gesellen her, zu denen auch ein junger Sully gehört. Bei einer halsbrecherischen Flucht stürzt Nathan beinahe in den Tod, wird aber von Sully im letzten Moment gerettet. Na, wenn das kein guter Start für eine fantastische Freundschaft ist, dann wissen wir es auch nicht.

Nier

Was ein Vater alles auf sich nimmt, wenn sich die eigene Tochter in Lebensgefahr befindet, das erlebt ihr hautnah in dem Action-Rollenspiel Nier, welches 2010 für PlayStation 3 erschien. Die Handlung spielt in einer postapokalyptischen Welt im Jahr 2049, in der Titelheld Nier und seine Tochter Yonah von schattenhaften Kreaturen heimgesucht werden. Dabei wird Yonah von einer schrecklichen Krankheit befallen und Nier begibt sich auf der Suche nach einem Heilmittel auf einen jahrelangen Kampf gegen den sinistren Schattenlord und seine Schergen. 

Es gibt übrigens zwei Versionen: Eine in der die Geschichte von Vater und Tochter handelt und mit NieR Replicant ver.1.22474487139… ein auch für PlayStation 4 erschienenes Spiel, in der Nier der Bruder von Yonah ist und ihr die Handlung aus seinem Blickwinkel erlebt. Beide Games sind großartig, die Vater/Tochter-Story hat uns aber emotional noch ein Stück mehr mitgenommen.

Joel

Eine Liste der großartigsten Väter ohne Joel aus The Last of Us ist für uns nicht vollständig. Gleich zu Beginn des Ausnahme-Adventures verliert Protagonist Joel seine leibliche Tochter Sarah unter tragischen Umständen, mit Ellie findet die gepeinigte Seele aber eine neue Chance, sich als Vater zu beweisen. Zuerst ist es für Joel nur ein Auftrag, als er Ellie, die ein Heilmittel gegen einen tödlichen Virus in sich trägt, durch das zerstörte Amerika begleiten soll.

Aber schon bald entwickelt er tiefe Vatergefühle dem jungen Mädchen gegenüber und Joel setzt alles daran, sie vor den tödlichen Gefahren durch Infizierte und marodierende Banden zu beschützen. Im Spielverlauf wird sich zeigen, dass nicht jede seiner Entscheidungen richtig war, aber immer von seinem Wunsch beseelt wurde, Ellie wie sein eigenes Kind zu beschützen. Kann man sich einen besseren Apokalypse-Dad wünschen? Wir denken nicht.

Asura

Wenn ihr auf absolute Over the Top-Action steht, bei der schon mal ganze Planeten aus der Bahn gerissen werden, wenn gigantische Götter gegeneinander antreten, dann haben wir mit Asura’s Wrath einen echten Geheimtipp für euch. Und was hat das jetzt mit Videospiel-Vätern zu tun? Jede Menge, denn in dem bildgewaltigen Anime-Spektakel dreht sich alles um die Qualen des Titelhelden Asura, dessen Frau Durga ermordet und seine Tochter Mithra entführt wurde. Es dauert allerdings 12000 Jahre, bis der zornige Halbgott seine Chance auf Rache bekommt und eine ganze Armee an mächtigen Bossgegnern gnadenlos zur Rechenschaft zieht. Ein echtes Happy End solltet ihr aber nicht erwarten, denn Papa opfert sich schlussendlich für seine Tochter und ist damit für uns ein heißer Anwärter auf den Titel „Dad of the year“.

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