Star Wars Galactic Racer: Das PS5-Rennspiel im Hands-on
Dieser Artikel liefert euch einen detaillierten Ersteindruck zu Star Wars Galactic Racer direkt vom Summer Game Fest. Ihr erfahrt alles über die verschiedenen Fahrzeugtypen von pfeilschnellen Speeder Bikes bis hin zu waghalsigen Podracern sowie über die Roguelite Struktur der spannenden Kampagne und die packenden Rennmodi auf bekannten Planeten.
Alle Fakten auf einen Blick
Spiel: Star Wars Galactic Racer
Entwickler: Fuse Games
Release: 6. Oktober
Plattform: PS5
Highlights: Rasante Rennen mit Landspeedern und Podracern, Kampagne mit spannender Roguelite Struktur, verschiedene Fahrzeugklassen mit einzigartigen Fähigkeiten, Multiplayer und Arcade Modi
Schon im allerersten Film von 1977 war Star Wars immer ein Universum voller Fahrzeuge, die sich mit unglaublichen Geschwindigkeiten fortbewegen. Während die Raumschiffe bekanntermaßen extrem schnell sind, fragt einfach mal jemanden nach dem rekordverdächtigen Kessel Run des Millennium Falken, könnten die Landfahrzeuge sogar noch beeindruckender sein, wenn sie in einem halsbrecherischen und oft tödlichen Tempo durch dichte Wälder und enge Canyons rasen.
Star Wars Galactic Racer setzt die Videospieltradition fort, genau diese Geschwindigkeit perfekt einzufangen, indem es euch hinter die Steuerknüppel von Landspeedern, Speeder Bikes und Podracern setzt. Ich habe beim Summer Game Fest etwa eine Stunde lang Galactic Racer gespielt und bin absolut begeistert von einem Spiel zurückgekehrt, das das beliebte Star Wars Universum gekonnt erweitert und dabei auch noch verdammt rasant ist.
Angesiedelt nach dem Fall des Imperiums versetzt euch Galactic Racer in den Outer Rim, wo die Gesetzlosigkeit den Aufstieg einer nicht genehmigten Rennserie namens Galactic League ermöglicht hat. Ihr spielt einen behelmten Menschen namens Shade, der vom Schöpfer der Liga, Darius Pax, rekrutiert wird, um den amtierenden Champion der Serie endgültig zu besiegen. Wie sich schnell herausstellt, hat Shade auch eine gemeinsame Vergangenheit mit dem Champion Kestar Bool, und so stürzt ihr euch für eine persönliche Vendetta ebenso in die Rennserie wie für die reine Liebe zur Geschwindigkeit und das ständige Bedürfnis nach wertvollen Credits. Die Story Abschnitte von Galactic Racer zeigen spannende Einblicke in die größere Galaxis weit abseits der üblichen Schlachten zwischen Gut und Böse.
Die SGF Demo konzentrierte sich hauptsächlich auf den Kampagnenmodus, und der Teil, den ich spielen durfte, drehte sich mehr um Rennen mit den stabileren und weitaus zuverlässigeren Speedern anstatt um die kaum zusammengehaltenen Podracer, obwohl die Podracer ebenfalls im Spiel vorkommen. Speeder gibt es in drei verschiedenen Ausführungen. Es gibt die autoähnlichen Landspeeder, die extrem schnellen und zerbrechlichen Speeder Bikes und die wendigen Skim Speeder. Jeder Typ hat seine ganz eigenen Stärken und Schwächen sowie seine spezifischen Fähigkeiten, die euch dabei helfen können, die Rennen zu gewinnen.
Landspeeder sind deutlich größer und schwerer als die anderen Optionen, wodurch sie weitaus mehr einstecken können als andere Fahrzeuge, wenn ihr sie gegen Wände oder gegen andere Rennfahrer prallen lasst. Sie verfügen außerdem über die praktische Fähigkeit, geschickt um Kurven zu driften, um euch dabei zu helfen, eure Ideallinie sauber zu halten.
Speeder Bikes sind merklich schneller als Landspeeder, aber dafür auch viel leichter zu zerstören. Sie verfügen über eine spezielle Fähigkeit namens Kinetic Burst, die einen schnellen Geschwindigkeitsschub liefert, der euch dabei hilft, euer Bike komplett neu auszurichten, um besonders enge Kurven zu meistern.
Skim Speeder ähneln Raumschiffen etwas mehr als reguläre Speeder und sind die absolut elegantesten der drei Typen. Sie bieten euch die mit Abstand größte Manövrierfähigkeit dank der Knife Edge Fähigkeit, die es euch ermöglicht, sie für noch engere Kurven direkt auf die Seite zu drehen.
All eure Speeder sind zudem mit einem Nachbrenner ausgestattet, den ihr mit der X Taste aktivieren könnt, um euch einen schnellen Geschwindigkeitsschub zu geben, mit dem ihr andere Rennfahrer überholt oder eure eigene Führung ausbaut. Außerdem gibt es einen sehr leistungsstarken Booster namens Ramjet, der durch das Drücken und Halten von R3 aktiviert wird. Der Ramjet kann für eine lange Zeitspanne boosten, um eure Geschwindigkeit massiv zu erhöhen, aber während ihr ihn nutzt, füllt sich langsam eine spezielle Hitzeanzeige auf eurem Bildschirm.
Wenn es zu heiß wird, läuft euer Speeder Gefahr zu explodieren. Wenn ihr den Ramjet jedoch frühzeitig loslasst, müsst ihr warten, bis er sich wieder vollständig aufgeladen hat, bevor ihr ihn überhaupt erneut einsetzen könnt. Ihr könnt außerdem besondere Fähigkeiten freischalten und ausrüsten, wie zum Beispiel Schilde, die euch vor harten Stößen schützen, oder Waffen, die ihr direkt gegen andere Rennfahrer einsetzt und die durch das Drücken von L1 aktiviert werden.
Die Events sind über verschiedene und sehr bekannte Star Wars Planeten verstreut, was jedem einzelnen Rennen jede Menge Charakter verleiht. Zum Beispiel führen euch die Strecken auf Jakku direkt durch die riesigen Schiffsfriedhöfe abgestürzter imperialer Kreuzer, während die Pisten auf Lantaana dichte Dschungel und feurige Vulkane miteinander vermischen.
In der Kampagne nimmt die Rennserie eine waschechte Roguelite Struktur an. Während ihr in einer festgelegten Reihenfolge über jeden Planeten rast, ist es rein zufällig, mit welchen spezifischen Events ihr auf dem jeweiligen Planeten überhaupt konfrontiert werdet. Euch werden zu Beginn eines Durchlaufs drei völlig verschiedene Pfade präsentiert, die euch genau zeigen, mit welchen Arten von Events ihr konfrontiert werdet, damit ihr zumindest eine kleine Vorstellung davon habt, was euch eigentlich erwartet.
Zu den Events gehören Standardrennen, Feldtests, bei denen ihr mit einem neuen Fahrzeug eine bestimmte Zeit erreichen müsst, sowie Eliminatoren, bei denen die Letztplatzierten im Laufe eines Rennens gnadenlos ausscheiden, bis nur noch die besten drei übrig sind. Zudem gibt es mysteriöse Begegnungen, die offenbar alles Mögliche sein können, von einem Rennen bis hin zu einem die Geschichte vorantreibenden Gespräch. Da man nie so genau weiß, was einen als Nächstes erwartet, hilft das Galactic Racer enorm dabei, das Gefühl aufrechtzuerhalten, ein aufstrebender Rennfahrer zu sein, der vielleicht ein kleines bisschen überfordert ist.
Ihr müsst eure fahrerischen Fähigkeiten kontinuierlich verfeinern und euren Speeder bei jedem einzelnen Durchlauf stärken, um überhaupt wettbewerbsfähig zu bleiben. Dabei könnt ihr Upgrades verdienen und kaufen, die euer Fahrzeug deutlich antreiben, sowie einige, die sogar zwischen euren Durchläufen dauerhaft bestehen bleiben.
Die Rennen, die ich gespielt habe, waren erfreulich schwer. Überall gibt es steile Canyonwände und dicke Trümmerbrocken, und ihr müsst verdammt schnell reagieren, da Unfälle absolut verheerend sein können. Wenn ihr zu oft einen Unfall baut, werdet ihr komplett aus dem Rennen geworfen und seid gezwungen, euren Durchlauf ganz von vorne zu beginnen. Wenn ihr jedoch geschickt und gerissen seid, könnt ihr eure Gegner auf spektakuläre Weise zerstören, indem ihr sie direkt in Wände oder Hindernisse drängt, was Galactic Racer ein gewisses Burnout Takedown Gefühl verleiht.
Zusätzlich zur umfangreichen Kampagne bietet Galactic Racer einen spannenden Multiplayer Modus, einen Szenario Modus, der langfristige Herausforderungen enthält, die sich auf bestimmte Charaktere konzentrieren, und einen schnellen Arcade Modus für kurze Rennen. Ich habe auch den Arcade Modus ausprobiert und bin als der schurkische Sebulba aus Star Wars Episode 1 Die dunkle Bedrohung in ein Podrennen gesprungen, um eine äußerst tückische Strecke auf Tatooine abzufahren.
Podracer fühlen sich in Galactic Racer extrem schnell an. Der Kompromiss besteht allerdings darin, dass sie weitaus instabiler sind als reguläre Speeder, und so ziemlich jeder Aufprall reißt sie in Stücke. Das machte das Rennen als Sebulba, dessen Podracer Feuer spuckt, um andere Rennfahrer auszuschalten, wenn man L1 drückt, zu einer sehr aufregenden, aber extrem harten Angelegenheit. Sein Podracer ist unglaublich schnell und wendig und absolut großartig darin, andere Rennfahrer auszuschalten, aber man muss auch sehr vorsichtig sein, seine eigene Geschwindigkeit gut zu kontrollieren und extrem enge Kurven zu fahren, um nicht die felsigen Canyonwände von Tatooine zu streifen.
Star Wars Galactic Racer scheint sowohl ein tiefer als auch sehr interessanter Blick auf eine ganz spezifische Nische der Star Wars Galaxis zu sein, komplett mit all der puren Geschwindigkeit, die Star Wars Fans erwarten. Ihr könnt euch am 6. Oktober selbst in das Cockpit eures eigenen Speeders stürzen, wenn Galactic Racer endlich auf PlayStation 5 erscheint.
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