Silent Hill: Townfall im Hands-on: unser Bericht
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Silent Hill: Townfall erscheint am 24. September für PlayStation 5. Es ist das erste Silent Hill-Spiel mit Kämpfen aus der Ego-Perspektive. Ihr steuert Simon durch die neblige schottische Stadt St. Amelia, löst Rätsel mit einem Handfernseher und meidet Monster durch Stealth. PS5 Pro verbessert die Grafik per PSSR und Raytracing.
Alle Details auf einen Blick
- Release: 24. September
- Plattformen: PlayStation 5, optimiert für PS5 Pro
- Entwickler: Screen Burn
- Genre: Survival-Horror aus der Ego-Perspektive
- Regie und Drehbuch: Jon McKellen
Die Grenze zwischen übernatürlichen Schrecken und den psychologischen Konflikten der Figuren ist in den Silent Hill-Spielen oft verschwommen, doch vielleicht war sie noch nie so unscharf wie in Silent Hill: Townfall. Ich habe kürzlich etwa vier Stunden lang dieses Survival-Horror-Spiel aus der Ego-Perspektive gespielt. Darin findet sich der Protagonist Simon in einer nebligen schottischen Stadt voller Schrecken wieder, kann aber scheinbar nicht ganz unterscheiden, was real ist und was nur in seinem Kopf existiert.
Meine Vorschau begann am Anfang von Townfall, als Simon offenbar auf einen Brief reagierte, in dem er gebeten wurde, in die geheimnisvolle Stadt St. Amelia zurückzukehren. In einem Moment scheint es, als würde Simon an Bord eines Bootes auf den Hafen zudriften. Im nächsten springt er aus dem Wasser und zieht sich an Land, als wäre er dort gerade erst aufgewacht. Die Umstände von Simons Ankunft in St. Amelia scheinen absichtlich mehrdeutig gehalten zu sein.
Er macht sich auf den Weg durch St. Amelia, um herauszufinden, was vor sich geht, doch die Stadt scheint verlassen zu sein. Während er durch die Straßen der Stadt geht, hört er Rufe und sieht Lichtblitze. Das deutet auf eine Demonstration oder einen Aufstand hin, doch dann stellt er fest, dass der Stadtplatz menschenleer ist.
Halluziniert Simon, oder führen ihn dunkle Mächte in St. Amelia in die Irre? Das lässt sich unmöglich sagen, vor allem nachdem Simon ein klingelndes Münztelefon abhebt und eine rätselhafte Stimme hört, die ihn dazu drängt, eine Frau namens Zoe zu finden. Plötzlich wird er in eine unterirdische Anlage versetzt, die in rotes Licht getaucht ist. Das deutet darauf hin, dass sie Teil von Silent Hills verdrehter Version der realen Welt ist, bekannt als die „Anderswelt“.
Die Erkundung des Bauwerks führt Simon auf unerklärliche Weise zu einer Wohnung, in der ihr den Handfernseher entdeckt, der der wichtigste Gegenstand in Townfall ist. Das Einstellen der Sender auf dem Fernseher liefert Hinweise zur Lösung von Rätseln, und ihr benötigt ihn, um Zugang zu einem Aufzug zu erhalten, der euch auf irgendeine Weise zurück auf die Straßen von St. Amelia bringt.
Eine neblige Vergangenheit
Wie Drehbuchautor und Regisseur Jon McKellen erklärte, sind die Rätsel, denen ihr in Townfall begegnet, zugleich direkte Hinweise auf die Geschichte. Die Signale, die ihr auf dem CRTV empfangt, stehen in direktem Zusammenhang mit der Vergangenheit von St. Amelia und Zoe und liefern Hinweise darauf, wer sie war und wohin sie verschwunden sein könnte.
Ein Besuch in Zoes leerer Wohnung verrät, dass sie Krankenschwester ist, und führt so zur Klinik, in der sie gearbeitet hat. In ihrem Büro steht eine Reihe von drei Waagen, auf denen jeweils ein Gegenstand liegen sollte, der ihr wichtig war. Diese Dinge empfand sie jedoch als Symbol für ihr Versagen, was schließlich dazu führte, dass sie von ihrem Arbeitsplatz verschwand.
In Zoes Wohnung findet ihr ihren Mitarbeiterausweis, und in der nahegelegenen Apotheke findet ihr ein Rezept, das Zoe bestellt hatte. Dabei stellt ihr fest, dass sie versehentlich die falsche Dosierung angegeben hatte. Wenn ihr euch auf den Weg zur Wohnung von Zoes Kollegin macht, findet ihr deren Arzttasche mit einem kaputten Stethoskop darin, dem Symbol dafür, dass sie ihre Patienten nicht wirklich hören konnte.
Zoes Geschichte ist untrennbar mit der der Stadt verbunden, die offenbar unter einer Art medizinischer Epidemie gelitten hat, sowie mit Simon, auch wenn dieser nicht weiß, wer sie ist.
Diese Stadt ist voller Monster
Townfall ist das erste Silent Hill-Spiel, in dem ihr aus der Ego-Perspektive gegen Kreaturen kämpft, und im Vergleich zu anderen neueren Titeln wie Silent Hill 2 oder Silent Hill f sorgt der Perspektivwechsel für einige nervenaufreibende Momente. Eine Third-Person-Perspektive macht es etwas einfacher, Angriffen möglicherweise auszuweichen und sich um Gegner herum zu bewegen. In der First-Person-Perspektive beschränken sich eure Möglichkeiten dagegen darauf, der Bedrohung frontal entgegenzutreten oder die Flucht zu ergreifen. Das verleiht jedem Kampf zusätzliche Intensität, zumal Simon leicht überfordert werden kann.
Während Simon in Zoes Fußstapfen folgt, stellt er fest, dass St. Amelia nicht völlig verlassen ist. Durch die Straßen streifen gesichtslose, sich windende Kreaturen, die in Industriegurte gehüllt sind und Axtklingen als Gesichter tragen.
Glücklicherweise findet ihr manchmal Holzstücke, die ihr als Keulen zur Verteidigung nutzen könnt, auch wenn diese nicht gerade reichlich vorhanden sind. Wenn ein Monster euch entdeckt und angreift, könnt ihr seine brutalen Angriffe und Hiebe mit eurer Nahkampfwaffe abwehren, indem ihr L2 gedrückt haltet. Der Trick besteht dann darin, mit R2 zurückzuschlagen, sobald sich eine Lücke bietet. Doch die Kämpfe sind schnell und hektisch, und die Gegner lassen sich nicht so leicht besiegen. Hinzu kommt, dass euer provisorischer Knüppel dem Ansturm nur für ein paar Kämpfe standhalten kann.
Kämpfe in Townfall solltet ihr nur dann führen, wenn ihr keine andere Wahl habt. Viel besser ist es, Gegnern ganz aus dem Weg zu gehen. Wenn ihr den CRTV auf bestimmte Signale einstellt, könnt ihr Monster durch Wände und Nebel hindurch sehen. Versteckt ihr euch hinter Mauern, Autos und Zäunen, habt ihr die Chance, außer Sichtweite zu bleiben. Haltet L1 gedrückt, um über oder um Objekte herumzuspähen und zu sehen, was euch erwartet.
Sollte euch doch etwas entdecken und verfolgen, gibt es in der Stadt kleine Verstecke wie Schränke, Schuppen und halb geöffnete Türen, in die ihr euch zurückziehen und hoffentlich verstecken könnt, bis die Gefahr vorüber ist.
Ein späterer Abschnitt der Vorschau, in dem die Anderswelt in die Straßen eindringt, führt euch durch die Höfe und Gassen eines Stadtviertels. Hier traf ich auf eine neue Art von Kreatur, die bösartige Tentakel aus ihrer Brust abfeuert, um aus der Ferne anzugreifen. Sie kann euch aber auch fast augenblicklich packen und überwältigen, besonders wenn eure Gesundheit niedrig ist.
Glücklicherweise hatte ich auch eine neue Waffe: einen Revolver. Allerdings hat er auch Nachteile. Die Waffe ist zwar mächtig, aber unglaublich laut, und obwohl sie gut dazu geeignet war, Gegner schnell zu töten, verschlimmerte sie die Situation immer nur, indem sie weitere Gegner anlockte. Außerdem lädt sie sich nur langsam nach, wenn ihr die Quadrat-Taste drückt, da Simon jede Patrone einzeln in den Zylinder einlegt.
Auch hier ist heimliches Vorgehen die beste Option. Ihr könnt kleine Gegenstände wie Flaschen und Ziegelsteine aufheben, um sie als Ablenkung zu werfen, oder Geräte nutzen, auf die ihr stoßt, etwa Radios oder Fernseher. So lockt ihr einen Gegner ab, damit ihr an ihm vorbeischlüpfen könnt.
Ein durch PS5 Pro optimiertes Erlebnis
Townfall vermittelt in St. Amelia einen unheimlichen Realismus, dank der intensiven Nutzung der PS5-Features. Die Grafik wird durch PS5 Pro verbessert, und das Spiel nutzt Aspekte des DualSense-Controllers, um ein einzigartiges Erlebnis zu schaffen.
Das Spiel nutzt ein Seitenverhältnis von 2,35:1, um ein cineastisches Erlebnis zu schaffen, und bietet sowohl eine Qualität-Einstellung mit 30 FPS als auch eine Leistung-Einstellung mit 60 FPS. Die Entwickler von Screen Burn haben echte Küstenstädte in Schottland besucht und fotografiert, um deren Aussehen und Atmosphäre nachzubilden. Townfall nutzt den verbesserten PSSR der PS5 Pro, um eine Stadt zu erschaffen, die bei hoher Auflösung unglaublich realistisch wirkt. Raytracing sorgt für eindringlich schöne Umgebungen, sei es in der normalen Welt, die von Nebel umhüllt ist, oder in der Anderswelt, die in bedrückendes rotes Licht getaucht ist.
Das haptische Feedback des DualSense-Controllers verleiht den Kämpfen zusätzliche Intensität, vom Aufprall einer Holzplanke auf einen Gegner bis hin zum Ruck beim Abwehren eines Gegenangriffs. Townfall nutzt für bestimmte Steuerungen auch das Gyroskop des DualSense, wodurch sie sich taktiler anfühlen. Bei aktivierter Bewegungssteuerung müsst ihr den Controller physisch bewegen und drehen, um die Frequenz einzustellen, wenn ihr mit dem CRTV nach Signalen in Radios oder anderen Geräten sucht.
Auch bei Schusswaffen könnt ihr die Bewegungssteuerung nutzen, indem ihr den gesamten Controller bewegt, um euer Ziel sorgfältig anzupassen und in entscheidenden Momenten Kopfschüsse zu landen.
Obwohl meine Zeit mit Silent Hill: Townfall viele Fragen und Rätsel offen gelassen hat, haben die verschlungenen psychologischen Machenschaften genau das eingefangen, was ich an der Serie so schätze. Die Betonung auf harte Kämpfe und Stealth-Mechaniken bietet zudem zahlreiche Möglichkeiten, euch aus dem Sessel springen zu lassen. Ihr könnt versuchen, einen kühlen Kopf zu bewahren, wenn Silent Hill: Townfall am 24. September für PlayStation 5 erscheint.
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