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Die bezaubernd schöne Open World von Ghost of Tsushima

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Was für ein Ausblick! Die ersten Eindrücke von Ghost of Tsushima könnten kaum eindrucksvoller sein. Schließlich präsentiert sich hier eine malerisch gestaltete Open World, die nicht nur schön, sondern auch stilistisch eindrucksvoll geworden ist. Dabei achteten die Entwickler durchgehend auf eine pure Spielerfahrung, ganz ohne überflüssige Elemente.

Die Welt im Fokus

Während andere Genre-Vertreter die Spieler gern an die Hand nehmen, sie durch die Handlung leiten, vertrauen die Entwickler von Sucker Punch offensichtlich auf die Neugier und Befähigung all jener, die in der Rolle von Protagonist Jin durch die lebendig wirkende Welt von Ghost of Tsushima streifen. Deshalb gibt es in diesem Action-Adventure weder eine von Hinweisen überladene Weltkarte, noch ein ausufernd kleinteiliges User Interface, das die grafische Opulenz einschränkt.  Darüber hinaus glänzt der genre-typische Pfeil, der euch üblicherweise stets zum nächsten Ziel lotst, ebenfalls durch Abwesenheit. Es ist eine Ode an den reinen Spielspaß, der hiermit endlich ins Open World-Genre Einzug hält.

Auf Unterstützung kann dennoch zurückgegriffen werden, doch fällt deren Umsetzung weitaus eleganter und subtiler aus als gewohnt. Egal, ob ihr nun zu Fuß oder auf dem Rücken eures treuen Pferdes unterwegs seid, könnt ihr jederzeit einen Windstoß herbeirufen. Dieser weist in die Richtung eures aktuelles Zieles hin. Das funktioniert wunderbar und ermöglicht spielerisch eine besonders starke Immersion mit der Welt. Hinzu kommt, dass Ressourcen nun endlich buchstäblich im Vorbeigehen einzusammeln sind, was den Flow abermals begünstigt. Und die prachtvollen Landstriche rücken dadurch noch mehr in den Mittelpunkt.

Das Abenteuer ruft

Die stilsichere Gestaltung macht hier aber noch nicht halt: Bei der Questgestaltung präsentiert sich der Titel ebenfalls sehr souverän. So appelliert das Spiel an die Neugier und Aufmerksamkeit der Erkunder, die mit der Zeit sogar die kleinsten Hinweise zu deuten vermögen. Rauchschwaden am Horizont? Möglicherweise sind Menschen in Not; eine spannende Nebenmission könnte die Folge sein. Ein Vogel verhält sich auffällig? Folgt ihm; vielleicht fliegt er ja zu einem der zahlreich versteckten Orte von Tsushima. Einen Fuchs erspäht? Schenkt diesen charmanten Kreaturen stets Beachtung; oftmals führen sie euch zu besonderen Schreinen.

Aber auch wer ohne konkreten Hinweise ins Unterholz eintaucht oder eine der zahlreichen verwaisten Gebäude erkundet, erbeutet regelmäßig hilfreiches Gut. Dagegen versprechen die von den Mongolen okkupierten Bereiche jedenfalls handfeste Auseinandersetzungen, die – je nach Spielstil – eine individuelle Herangehensweise ermöglichen. Und so wie die offene Spielwelt an sich sind auch die Kämpfe in Ghost of Tsushima – anmutig und gefährlich zugleich.

Ghost of Tsushima erscheint am 17. Juli exklusiv für PlayStation 4.

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