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Cyberpunk 2077 – Die Open World in der Übersicht

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Das neueste Werk des polnischen Entwicklerstudios CD Projekt RED hat mittlerweile Goldstatus erreicht, am 10. Dezember erscheint es. Grund genug, die neue Spielwiese mal etwas unter die Lupe zu nehmen. 

Endlich wieder eine Open World von den Witcher-Machern! Und wie es sich für eine offene Welt gehört, wird der neue Schauplatz Night City auch außerhalb der Missionsstruktur frei begehbar sein. Diese futuristische und denkbar schillernde Metropole ist in sechs Distrikte unterteilt, die jeweils einen ganz eigenen Charme versprühen (und individuelle Gefahren in sich bergen).

Das ist meine Hood!

Beginnen wir mit City Center. Wenig überraschend handelt es sich hierbei um den Mittelpunkt von Night City, den überwiegend Corporations (die Megakonzerne der Stadt) sowie Eigentümer von diversen Luxusappartements für sich beanspruchen. Stellt euch einfach viel Glanz und Glamour vor. Dagegen ist Watson ein Viertel, das geprägt ist von riesigen Märkten, die hauptsächlich von asiatischen Kulturen betrieben werden.

Das gigantische Wohngebiet in Heywood nennen vor allem zahlreiche Latinos ihr Zuhause. Nicht zu vergessen Protagonist V, der ebenfalls dort aufwuchs, sofern man sich für die Ursprungsgeschichte “Street Kid” entscheiden sollte. Völlig konträr präsentiert sich Santo Domingo, wo große Fabriken und verschachtelte Lagerhallen die Landschaft prägen. Die städtische Energieversorgung ist ebenfalls dort angesiedelt.

Pacifica, ursprünglich als Touristenattraktion gedacht, wurde aufgrund von wirtschaftlichen Schwierigkeiten fallengelassen. In diesem halbfertigen Urlaubsdistrikt florieren heute illegale Geschäfte, und regelmäßig kommt es zu Bandenkonflikten sowie zu anderen gewalttätigen Eskalationen. Weitaus lebensfroher geht es in Westbrook zu, dem Vergnügungs- und Wohnort wohlhabender Bewohner von Night City. Dort könnt ihr hart verdientes Geld für zahlreiche Attraktionen in den Wind schießen und so das kapitalistische System weiter befeuern. 

Mit den Badlands findet die Sightseeing Tour ihr Ende. Jenes Gebiet ist da facto zwar kein Distrikt von Night City, umschließt die Metropole allerdings von allen Seiten. Es ist der Heimatort der Nomaden (und Startpunkt eures Abenteuers, sofern ihr diese Ursprungsgeschichte wählt). Gepimpte Waffen und Vehikel, ausufernde Bandenkriege sowie halsbrecherische Wüstenrennen tragen viel dazu bei, dass einfach immer wieder “Mad Max” vor dem geistigen Auge erscheint. 

Dem Himmel entgegen

Während die Welt von Cyberpunk 2077 zwar flächenmäßig kleiner ausfällt als jene von The Witcher 3, wird sie hingegen weitaus dichter besiedelt sein. Wenig verwunderlich, handelt es sich beim neuesten Action-RPG des polnischen Entwicklern doch um eine dystopische, vertikal ausgerichtete Megacity. Dementsprechend geht es auch immer wieder in luftige Höhen, wenn einer der unzähligen Wolkenkratzer erkundet wird. Vertikalität ist Trumpf!

Dabei wird ein Niveau an Lebendigkeit geboten, das alles bisher Erlebte in den Schatten stellt. Die Möglichkeiten, sich in der neuen, fremden Welt zu verlieren sind jedenfalls beinahe grenzenlos. Und all das geschieht fast ausschließlich aus der Ego-Perspektive, was die Immersion zusätzlich verstärkt. Die Zukunft darf kommen!

Die verruchten Sieben

In den Distrikten von Night City treiben insgesamt sieben Gangs ihr Unwesen. Denen kann man zwar nicht beitreten, dennoch ist es ratsam, ihre Regeln und Absichten zu kennen:

Die Moxes sind eine Gruppierung aus Prostituierten, Punks und Anarchisten, die aus Lizzie’s Bar im Watson Bezirk agieren. Gründerin Elizabeth Borden war bis zu ihrem Tod die Eigentümerin jener berüchtigten Kneipe und setzte sich insbesondere für den Schutz und die faire Behandlung ihrer Angestellten ein. 

Die Tigerclaws sind eine mit Katana ausgerüstete Biker-Gruppierung aus dem Unterdistrikt Japan Town, die ebenfalls zweifelhafte Deals im Rotlichtmilieu abwickeln. Dabei gehen sie allerdings erheblich rücksichtsloser vor als die Moxes. Es halten sich hartnäckige Gerüchte, dass die Gang vom Megakonzern Arasaka finanziell unterstützt wird. 

Die Valentinos halten sich vorwiegend in Heywood auf und gelten als die Schönlinge unter den Banden. Wilde Partys, viel Alkohol und Drag-Rennen sind ihre Markenzeichen. Zudem prahlen die Mitglieder gern mit ihren sexuellen Abenteuern. Übrigens gehörte Begleiter Jackie Welles in seiner Jugend ebenfalls dieser Gang an.

Die außerordentlich gefährlichen Voodoo Boys sind stark in der haitianischen Kultur und Tradition verbunden; ihre finsteren Machenschaften initiieren sie in der Regel aus dem verkommenen Bezirk Pacifica. Sowohl herkömmliche Methoden (etwa dem Drogenhandel) als auch Operationen im Cyberspace gehören zu ihrem Repertoire. Sie haben den Ruf, exzellente Netrunner zu sein. 

Die Animals setzen, im Gegensatz zur Mehrheit der Bevölkerung von Night City, auf reine Muskelkraft statt auf Technologie und fluten ihre Gefolgschaft mit Juice, einer synthetischen Droge, die übermenschliche Power verleiht. Sie verdienen ihre Brötchen mit dem Verticken von Steroiden sowie dem Veranstalten von Duellen auf Leben und Tod. Ihre Anführerin ist die erste bekannte Bossgegnerin aus Cyberpunk 2077. 

Die Maelstrom wollen mehr Maschine als Mensch sein. Dementsprechend modifizieren die Mitglieder ihre Körper mit höchst illegaler Cyberware, um besonders gefährliche und lukrative Söldnermissionen durchzuführen. Ihre Basis befindet sich in einem verlassenen Schlachthaus im Hafen von Night City. Sie verachten jedes menschliche Leben, was sie noch gefährlicher macht. 

Last but not least gibt es die 6th Street Gang aus dem Bezirk Santo Domingo. Ursprünglich gegründet, um sich gegen Corporations und andere Gangs zu stellen, wenn die Polizei überfordert ist. Mittlerweile sind sie jedoch – so wie alle anderen Banden – allein auf ihren eigenen Vorteil bedacht, das Postulat der Gerechtigkeit nichts weiter als ein heuchlerischer Vorwand.

Gefahr als ständiger Begleiter

Und auch wenn ihr es euch mit der ein oder anderen Gang gerichtet habt, heißt das nicht, dass ihr ein sorgenfreies Leben habt. Schließlich kann man es bekanntlich nicht allen recht machen. Und vergesst nicht: Im Hintergrund zieht vorzugsweise zumindest eine der mächtigen Corporations ihre Fäden, ohne selbst in Erscheinung zu treten. 

Doch genau das macht wohl nicht zuletzt den Reiz von Cyberpunk 2077 aus: Hinter jeder Ecke könnte bereits die nächste Gefahr lauern. Als V liegt es an euch, die Umgebung und ihre Bewohner richtig einzuschätzen, um auch diesen Tag zu überleben – und bestenfalls noch dazu so richtig viel schmutziges Geld zu machen. Die Welt, so wie sie sich in Form von Night City präsentiert, schein verloren. Also rette wenigstens dich selbst!

Cyberpunk 2077 erscheint am 10. Dezember 2020 für PlayStation 4 – ebenfalls auf PlayStation 5 spielbar, für die später ein kostenloses Upgrade erscheint.

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