, , ,

7 Dinge, die wir in jedem Spiel unbedingt ausprobieren müssen

Reading Time: 5 minutes

Ach, Tutorials sind doch generell überbewertet. Sobald wir endlich die Kontrolle über unseren Spielcharakter haben, drücken wir auf jede einzelne Taste. Dann sehen wir ja schon, was so passiert. Das nennt sich übrigens nicht Ungeduld, sondern effektive Herangehensweise, wir sind ja Profi-Gamer. Es gibt eine ganze Reihe an Dingen, die wir unbedingt in jedem Spiel sofort ausprobieren müssen, ohne überhaupt erst einen Blick in die Anleitung oder Hilfe zu werfen.

Sieben Beispiele unserer Experimentierfreudigkeit möchten wir euch jetzt  präsentieren und fragen uns: Macht ihr das auch immer so oder sind wir da echt die Einzigen? Schreibt uns eure Gaming-Ticks in die Kommentare, wir sind gespannt!

1. Vorsicht ist für Verlierer

Wir stehen vor einem Abgrund, der ist so tief, dass man den Boden nicht sehen kann. Was machen wir? Logisch, nur ein Sprung bringt uns die Gewissheit, ob wir mit Fallschaden bestraft werden oder vielleicht doch eine geheime Höhle entdecken. Überhaupt lassen wir zu Beginn keine Harakiri-Aktion aus, wandern unbesorgt in ein Flammenmeer, schießen aus nächster Nähe auf ein rotes Fass und stürzen uns in jedes Gewässer, schwimmen und tauchen sollte der Held doch können. Oder etwa nicht?

2. Wir kennen keine Freunde

Die Nerven liegen blank, wenn wir mit unserem Einsatztrupp durch den Dschungel schleichen und nur darauf warten, dass jeden Moment ein Kugelhagel auf uns niederprasselt. Und was machen wir? Erstmal ausprobieren, ob wir unserem treuen Teamkameraden ein paar Kugeln in den Rücken jagen können. Es heißt doch Friendly Fire, da ist doch nichts dabei. Und ganz ehrlich: Wir sind schon ein bisschen enttäuscht, wenn zwar ein Fadenkreuz erscheint, aber der Abzug einfach nicht funktioniert. Oder wir schubsen in Koop-Spielen den Partner in den nächstbesten Abgrund. Sind wir deshalb schlechte Menschen? Wir denken nicht!

3. Drücke X, um zu springen

Gut, bei einem Jump ’n’ Run ist es uns schon klar, dass unser Spielcharakter hüpfen kann. Aber warum sollte der mächtige Held mit dem fetten Panzerschwert, der mal eben im Vorübergehen haushohe Monster erlegt, vor jeder Bordsteinkante kapitulieren. Also wird X gedrückt wie ein wilder, irgendwie kommen wir schon auf die Kiste. Klappt nicht? Schade! Aber versuchen werden wir es immer wieder, wir sind ja nur bedingt lernfähig.

4.Wir wollen keinen Film sehen, wir wollen spielen

Egal wie schick eine Zwischensequenz aussieht, wir müssen unbedingt sofort herausfinden, ob sich die Cutscenes auch abbrechen lassen. Uns ist schon klar, dass sich die Entwickler meist richtig Mühe gegeben haben eine emotionale Geschichte zu präsentieren oder wichtige Informationen zu liefern. Aber auch ohne Ahnung kommt man weiter, zumindest ein Stück weit. Dann kann man ja noch immer darüber meckern, warum das Spiel uns wichtige Details vorenthält. Also wird jeder Knopf bei jeder Szene oder jedem Dialog ausprobiert, vielleicht kann man die Zwangs-Spielpause zumindest etwas abkürzen.

5. Wir lassen uns unseren Weg doch nicht vorschreiben

Hinweisschilder mit fetten Pfeilen, leuchtend gelbe Absperrbänder oder ein pulsierender Punkt auf der Minimap: Wir verstehen in der Regel schon ganz genau, in welche Richtung wir jetzt laufen sollen. Aber machen wir das auch? Auf keinen Fall, dann verpassen wir doch bestimmt ganz wichtige Dinge. Auch wenn der Weg in die entgegengesetzte Richtung manchmal in einer Sackgasse endet, es könnte aber genauso gut auch Schatzkisten, Sammelgegenstände, Easter-Eggs oder eine Trophäe auf uns warten. Diese Ungewissheit können wir einfach nicht ertragen.

6. Kann man das kaputt machen?

Unser Protagonist hat ein ganzes Waffenarsenal dabei oder verfügt über mächtige Zauberkräfte, das muss doch ausgiebig genutzt werden. Am besten immer und überall. Also versuchen wir natürlich alles in der Umgebung zu zerstören, was da so herumsteht. Ein kleines Schloss an einem Spind wird sich ja wohl mit einer Panzerfaust öffnen lassen und die Kisten in der Ecke lassen sich bestimmt zertrümmern. Klappt das nicht, sind wir schon ein bisschen enttäuscht. Aber egal, probieren wir es im nächsten Raum noch einmal, es könnte diesmal ja anders sein.

7.  Schönheit liegt im Auge des Betrachters

Das Spiel hat einen Charakter-Editor? Klasse, dann sind wir die nächsten Stunden  nicht mehr ansprechbar. Bevor es in die Open-World geht, muss natürlich die Spielfigur akribisch unseren Vorstellungen angepasst werden. Wo kommen wir denn da hin, wenn der Held oder die Heldin nicht unserem höchstpersönlichen Ideal entspricht. Das gilt übrigens auch, wenn das komplette Spiel über das Gesicht von einem Helm verdeckt wird. Wir wissen ja, was darunter steckt. Und wenn wir nach einem Dutzend Spielstunden feststellen, dass uns die Nase doch nicht passt, dann fangen wir eben noch mal von vorne an. Da muss man schon konsequent sein.

Was wir übrigens auch immer ausprobieren: Wie hässlich der Charakter gemacht werden kann. Schönheit liegt bekanntlich im Auge des Betrachters und hübsche Helden gibt es ja schon genug. Also experimentieren wird mit Knollennasen, Blumenkohlohren und Bierbäuchen. Ist das nicht machbar, muss zumindest die Kleidung möglichst geschmacklos gewählt werden. So wird aus einem langweiligen Supersoldaten in mausgrauer Rüstung schon mal ein knallbunter Space-Clown. Kann man ja mal machen, vielleicht lachen sich die Gegner ja Tod.

Website: LINK

Facebook Comments

Frauen im Gaming: Vielfältigkeit macht kreativer – Zoe Schneider, Community Managerin bei Harmonix

#PlayTalk 02 – Von uns, mit euch